Wenn der Chef dein Insta-Profil checkt

Du und deine Freunde, ihr seid sicher auf Tiktok, Instagram, Youtube und anderen sozialen Kanälen unterwegs. Das wissen auch eure Ausbildungsbetriebe und du musst davon ausgehen, dass die Personalverantwortlichen einen Blick auf deine Postings werfen. Wenn du dir deine Chance auf einen Ausbildungsplatz nicht verbauen willst, solltest du einige Dinge beachten. Das gilt auch, wenn du schon eine Zusage für die Lehrstelle hast.

Unsere Social Media Tipps für Azubis

1. Beleidigungen und Drohungen sind tabu

Im Netz andere Nutzer beschimpfen oder gar bedrohen? Das solltest du lieber sein lassen. Wenn dein Ausbildungsbetrieb mitbekommt, dass du dich im Netz nicht benehmen kannst, stehst du schon ab dem ersten Tag unter genauer Beobachtung.

2. Besser nicht zu viele Partyfotos

Bilder aus dem Urlaub und von Partys sind natürlich nicht grundsätzlich problematisch. Aber die peinliche Aktion neulich im Club sollte sich besser nicht in deiner Timeline finden. Auch solltest du eher ausnahmsweise und nicht immer Alkohol in der Hand haben auf deinen Posts. Auch zu viel Nacktheit kann zu ungewollten Problemen führen.

3. Hast du dich zu dem Unternehmen schon mal geäußert?

Check vor deiner Bewerbung, ob du schon mal einen Beitrag von deinem möglichen Arbeitgeber negativ bewertet hast. Klingt komisch, aber gibt beispielsweise einige Fußballer, die sich Jahre vor dem Wechsel negativ über den neuen Verein geäußert haben. Da waren sie schon vor dem ersten Spiel bei einigen Fans unten durch. Wenn du dich also beispielsweise über die Bahn geärgert und das mit unschönen Worten ausgeschmückt hast, könnte es schwierig werden mit der Azubi-Stelle.

4. Vorsicht mit Betriebsinterna

Wenn du mit der Ausbildung angefangen hast, solltest du darauf achten, keine sensiblen Infos aus dem Betrieb auszuplaudern. Es kann sich um Betriebsinterna handeln, die nicht oder noch nicht an die Öffentlichkeit kommen dürfen. Du erfährst, dass dein Betrieb einen Konkurrenten übernehmen will? Behalte es besser für dich. Gleiches gilt für Videos aus dem laufenden Betrieb. Kläre das besser vor ab mit deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder.

5. Zurückhaltung bei Krankmeldung

Viele Chefs überprüfen auf Facebook und Co, ob ihre Mitarbeiter tatsächlich krank sind. Das hat schon manchen Mitarbeiter in die Bredouille gebracht. Wenn du krank bist, solltest du dich auf den sozialen Medien zurückhalten – ansonsten riskierst du unangenehmen Nachfragen deines Vorgesetzten.

6. Nicht über Vorgesetzte herziehen

Fast jeder ist irgendwann mal von seinem Chef genervt. Doch egal wie unfair du dich behandelt fühlst – auf TikTok, Twitter oder anderen Plattformen solltest du nicht über deine Vorgesetzten Dampf ablassen. Wenn sie das mitbekommen, handelst du dir eine Abmahnung oder sogar eine fristlose Kündigung ein.

7. Privatsphäreeinstellung

Checke, was von deinem Profil öffentlich einsehbar ist. Dein Insta-Profil ist privat und du bist mit niemanden aus dem Unternehmen befreundet? Dann dürfte dein Chef wohl nichts mitbekommen. Bist du aber mit Kollegen befreundet, denke immer daran, dass deine Videos oder Fotos eventuell herumgezeigt werden.

Freundschaftsanfrage an den Chef? Jein!

Du siehst also, es gibt für Azubis allerhand Stolperfallen beim Thema Social Media. Achte also gerade in Bewerbungsphasen darauf, wie deine Beiträge wirken. Auch beim Versenden von Freundschaftsanfragen an Kollegen und besonders an Vorgesetzte solltest du nichts überstürzen. Ehe du deinem Chef eine Freundschaftsanfrage schickst, vergewissere dich, ob das in deinem Betrieb üblich ist.

Foto: Alex E. Proimoshttps://www.flickr.com/photos/proimos/4199675334/